Das hätte ich nicht gedacht! Bericht über einen Markenbotschafter-Besuch in einer Schule

Unsere Markenbotschafter Yvonne Frische (Handorfer Hof, Diakonie), Kristoffer Schmitz (Altenheim Friedrichsburg) und unsere Projektleiterin Andrea Lameck trafen am 5. Dezember auf acht Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule, die Interesse an Informationen zum Altenpflegeberuf haben.

Zunächst ging die Frage an die Gruppe: “Was wisst ihr über den Beruf?” – Eine Schülerin antwortete, dass viele denken, man würde “alten Menschen nur den Allerwertesten abwischen” und dass man nichts verdiene.

Yvonne und Kristoffer, beides Pflegefachkräfte mit Berufserfahrung, räumten daraufhin mit den gängigen Klischees auf und erzählten vom Alltag in der Pflege und über sich: wie sie in die Pflege kamen, warum sie sich für den Beruf entschieden haben, was man verdienen kann und wie die Herausforderungen und auch die Chancen des Berufsfeldes heute und in Zukunft sein werden. Vor allem berichteten sie über die Ausbildungsinhalte: Anatomie, Alterskrankheiten, Medikamentenlehre, Umgang mit besonderen Herausforderungen. Gesprächsführung – klingt ein bisschen wie ein kleines Medizinstudium. Auf die Frage, ob Deutsch und Mathe auf dem Lehrplan stünden, ging nach der Antwort eine Erleichterung durch den Raum – nein, das gehöre nicht dazu. Aber ein bisschen rechnen sollte man natürlich schon können.

Als die beiden Pflegeexperten über die Ausbildungsgehälter bei ihren Arbeitgebern aufklärten (1.140 EUR ab dem 1.1.2019 bei beiden Trägern) ging ein Raunen durchs Publikum. Und Tim, Schüler der Klasse 10 C, sagte: “Wow, das hätte ich nicht gedacht” – und fügte scherzhaft hinzu: “Ich habe einen Ausbildungsvertrag als Glaser in der Tasche und verdiene dort 600 EUR monatlich.” Tim bleibt jedoch bei seiner Entscheidung. Er war fast zufällig dabei, da er seine  Freundin zu der Gesprächsrunde begleitete.

Doch Geld ist nicht alles – und so sprachen die Markenbotschafter über Schichtdienste: “Ja, man muss früh aufstehen, wenn man Frühdienst hat”, so Yvonne Frische. Dafür bietet eine spätere Schicht aber auch Vorteile: “Man kann abends länger ausgehen, weil man erst gegen 14 Uhr beim Dienst sein muss”, so Kristoffer Schmitz. Und familienfreundlich sind die Arbeitgeber auch. Bei Mitarbeitenden mit Kindern wird Rücksicht auf Dienstwünsche genommen.

Alles in allem war es eine Schulstunde mit wertvollen Informationen und viel Aufklärung. Am Ende brachte die Projektleiterin Andrea Lameck noch zwei Botschaften ein: “Pflege kann nicht jeder! Das solltet ihr für euch klar haben und am besten vorher ein Schnupperpraktikum machen. Und eins ist sicher – der Beruf hat Zukunft, denn gepflegt wird immer.”

Es hat viel Spaß gemacht und wir kommen gerne wieder.  Ein besonderer Dank gilt Dagmar Schulze-Frieling für die hervorragende Organisation seitens der Schule. Wir würden uns freuen, wenn auch andere Schulen uns die Gelegenheit geben würden, einmal über den Beruf zu erzählen. Und wir haben viele hervorragende Botschafter ihres Berufsfeldes, die gerne kommen. Einfach eine Email schreiben an: lameck[at]kcr-net.de