„Ich leiste einen Beitrag für die Gesellschaft“

Blessing Obianyo, 37, ist gelernte Stadtplanerin aus Nigeria und derzeit Auszubildende in der Pflege bei der Diakonie in Münster. Den schulischen Teil ihrer Ausbildung absolviert sie bei der Johanniter-Akademie. Beide sind in der Initiative ‚Starke Pflege in Münster‘ vertreten, über die Blessing Obianyo auch den Weg in die Pflege gefunden hatte.

Die Entscheidung, in die Altenpflege zu gehen, hatte Blessing Obianyo schon getroffen, bevor sie im Herbst 2017 aus Nigeria nach Deutschland kam. In Münster kam die studierte Stadtplanerin schnell mit der ‚Starken Pflege‘ in Kontakt, sah sich zunächst auf deren Webseite um, verglich die Arbeitgeber miteinander und kam zum Entschluss, es bei der Diakonie zu versuchen. Den Ausschlag für ihre Bewerbung war nicht nur die konfessionelle Ausrichtung, sondern sie las aus den Beschreibungen auch ein besonderes Interesse am Menschen heraus.

Ausbildungskoordinator Felix Friberg unterstützte sie von Anfang an, und so konnte sie schließlich die Ausbildung zur Pflegefachkraft antreten. Mittlerweile ist sie im zweiten Jahr dabei und kommt gut voran.

Derzeit sammelt sie praktische Erfahrungen in einer Wohngemeinschaft der Diakonie für dementiell erkrankte Bewohner. „In der Wohngemeinschaft fühle ich mich zuhause, und wir sind dort ein sehr gutes Arbeitsteam“, weiß die Auszubildende aus ihrer Arbeit zu berichten.

Die alleinerziehende Mutter schätzt ihren Arbeitgeber sehr. Für sie nicht selbstverständlich ist das, was dort zum normalen Arbeitsklima zählt: „Die Kollegen und Vorgesetzten hören immer zu und sind daran interessiert zu erfahren, wie es einem geht.“ Man nimmt Rücksicht auf ihre familiären Belange, passt die Dienstzeiten so an, dass sie sich um die Kinder kümmern kann, hilft ihr bei der Organisation der Ausbildung, zählt Blessing Obianyo ihre Pluspunkte für die Diakonie auf – und fasst es am Ende in einem Satz zusammen: „Es geht mir gut bei der Diakonie“.

Doch die angehende Pflegefachkraft ist nicht nur von der Diakonie begeistert, es ist auch die Arbeit, die sie stark motiviert. Sie spürt, dass die Menschen sie mögen und sie freut sich über die Anerkennung, die von den Bewohnern oftmals nur noch durch ein Lächeln gezeigt werden kann. „Es geht hier bei der Arbeit nicht um den Kopf, es geht um das Herz“, drückt Blessing Obianyo mit ihren Worten aus, wie Kommunikation mit dementiell erkrankten Menschen funktioniert.

Die 37-Jährige schaut positiv in die Zukunft, möchte sich nach der Ausbildung noch zur Wundmanagerin weiterbilden. Doch eines nach dem anderen. Schließlich muss sie derzeit eine Menge Dinge unter einen Hut bekommen. Sie lernt intensiv Deutsch, kümmert sich um die Kinder und macht dann noch eine Ausbildung. Chapeau!

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