Vom Weltenbummler in die Altenpflege

Ted Lexmond hat viel von der Welt gesehen. Nun ist er in Münster sesshaft geworden und macht eine Ausbildung zur Pflegefachkraft. Heute sagt er: „Das ist genau mein Ding!“

Eigentlich wollte Ted Lexmond sich nur eine Auszeit nehmen und ein Jahr lang reisen – etwas von der Welt sehen. „Daraus wurden dann halt 15 Jahre“, sagt der gebürtige Niederländer und muss schmunzeln. „Ich habe unter anderem in Israel, in Indien und in Spanien gelebt. Auch nach Großbritannien und Deutschland hat es mich zwischendurch verschlagen.“ Ausschlaggebend, dass er sich in Münster niedergelassen hat, ist sein Sohn. Um besser Kontakt zu ihm halten zu können, wollte er in seiner Nähe leben.

„Zu einem Freund habe ich gesagt, ich möchte einen Job haben, der mir gefällt. Ich muss nicht reich werden, aber zufrieden leben können“, sagt der 45-jährige Niederländer. „Und genauso ist es dann auch gekommen.“

 

“Hier kann ich ich selbst sein”

Allein das Gefühl, etwas Gutes zu tun, mache Ted Lexmond in seinem Job glücklich. „Trotz gewisser Strukturen und Regeln, die es natürlich geben muss, kann ich in meinem Beruf ich sein“, sagt Ted Lexmond. „Ich bin ein Pfleger mit fachlichem Wissen, aber ich bin auch Ted. Der Ted, der sich mit den Bewohnern unterhält und auch er selbst sein kann. Hier kann auch ich Mensch sein. Man wird als Person geschätzt und nicht als kleines Rädchen im System.“

Ein Job mit Zukunft

Da seine ehemalige Schwägerin auch eine Quereinsteigerin ist und die Ausbildung zur Pflegefachkraft erst mit 40 Jahren angefangen hat, dachte Lexmond, dass er das ja auch versuchen könne. „Es ist ein Job mit Zukunft – Lebenserfahrung wird in diesem Beruf geschätzt.“  Die erste Bewerbung, die er losgeschickt hatte, war die an die Residenz am Tibusplatz. Und es war sofort ein Treffer. Zunächst hat Ted Lexmond als Hilfskraft in der Residenz gearbeitet, das Ziel eine Ausbildung zu machen, hat er jedoch nie aus den Augen verloren. „Ich habe eine Zeit lang nur in der Nachtschicht gearbeitet. Fünf Tage Arbeit, fünf Tage frei“, erinnert sich Lexmond. „Die freie Zeit war für mich damals wichtig, da ich nachdenken wollte und mir auch sicher sein wollte, dass das jetzt der richtige Weg ist, den ich einschlagen werde.“

Als Ted Lexmond vor drei Jahren dann schließlich seine Ausbildung angefangen hat, war er fast 25 Jahre nicht mehr in einer Schule gewesen.  „Aber bei mir im Fachseminar sind nicht nur junge Schüler, sondern auch Leute in meinem Alter. Es ist ein guter Mix“, findet der Niederländer.  „Das Lernen macht mir richtig viel Spaß, auch die Gemeinschaft in der Schule tut gut. Damit habe ich gar nicht gerechnet.“ Der Beruf habe ihn schon sehr gepackt – dennoch sei er nicht der Typ, der seinen Fahrplan für die nächsten sechs Jahre festlege.  „Ich bin einfach kein Mensch, der sagt: jetzt habe ich die Ausbildung in der Tasche und jetzt arbeite ich bis zur Rente durch“, sagt Ted Lexmond. „Ich brauche immer Entwicklungen, möchte nicht stehen bleiben. Ich möchte alle Möglichkeiten ausschöpfen, um mich weiter zu entwickeln und weiterhin so durchs Leben gehen, dass ich nicht nur gerade aus gehe; links und rechts des Weges sind noch viele spannende Dinge zu erleben und zu sehen.“ Auch da sei der Beruf in der Altenpflege gut geeignet. „Durch Weiterbildungen und Qualifikationen kann man immer neue Bereiche kennenlernen und die unterschiedlichsten Menschen treffen.“

Wertschätzung ist wichtig, um zufrieden zu sein

Außerdem möchte Ted Lexmond etwas bewegen und nicht nur auf die Politik schimpfen, was alles versäumt wird und besser laufen müsste. „Es gibt natürlich Sachen, die ich nicht in der Hand habe. Aber kleine Dinge in meinem Umfeld kann ich ändern und verbessern.“ Das gelte sowohl für den Beruf als auch für das Privatleben. Je mehr Wertschätzung man bekomme, desto zufriedener sei man. Nur so könne er seine Arbeit gerne machen und sei motiviert. „Man muss sich ja auch bewusst sein, dass man selbst älter wird – und sich auch der eigenen Sterblichkeit bewusst werden. Da macht man sich schon mehr Gedanken. Umso schöner ist es,  mitgestalten zu können. Jeder Abschnitt des Lebens ist auf seine eigene Weise sehr wertvoll.“

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